Paradontitis / Paradontologie / Paradontose

Ihr Zahnarzt für Parodontologie in Fürth

PARODONTITIS

Parodontitis ist eine Entzündung des gesamten Zahnhalteapparates.  Sie beginnt mit der Schwellung des Zahnfleisches. Umgangssprachlich wird dies oft auch mit Paradontose verwechselt.

Inhaltsverzeichnis

Wie wird Paradontitis diagnostiziert?

In unserer Praxis können wir die Parodontitis-Diagnose mittels einer kleinen Messsonde stellen. Hierbei messen wir an jedem einzelnen Zahn die jeweilige Taschentiefe. Außerdem ermittelt er den sogenannten Blutindex (Parodontaler Screening-Index PSI). Der Parodontale Screening Index bietet einen Überblick über das mögliche Vorliegen und die Schwere einer parodontalen Erkrankung. Hierdurch können wir einen Behandlungsbedarf ermitteln und erhalten einen genauen Überblick über den Zustand der Zähne und den Grad einer möglichen Entzündung.

Wo liegt der Unterschied zwischen Paradontose und Parodontitis?

Parodontose

Parodontose ist eine Entzündung des Zahnbettes. Sie beginnt in der Regel mit einer Zahnfleischentzündung (auch bekannt als Gingivitis). Besteht die Entzündung längere Zeit, so greift sie auch auf das umliegende Bindegewebe und die Kieferknochen über.

Parodontitis

Bei einer Parodontitis ist nicht nur das Zahnfleisch, sondern auch der Zahnhalteapparat entzündet.  Die Entzündung greift  auch auf tiefer liegende Strukturen über. Je nach Fortschritt kann es zur Bildung von Taschen zwischen Zahnfleisch und Knochen und Knochenrückgang führen. Bei fortschreitender Infektion kommt es zu Zahnverlusten.

Umgangssprachlich meinen beide Begriffe im Regelfall dasselbe. In Deutschland leiden laut der Kassenärtzlichen Bundesvereinigung jeder 5. Erwachsene über 35 unter einer behandlungswürdigen Form von Parodontitis oder Paradontose! Eine erschreckende Statistik!

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Wie verläuft eine Parodontitis? Gibt es Anzeichen?

Typische Anzeichen für Parodontitis sind häufiges Zahnfleischbluten, Mundgeruch, eine allmähliche Lockerung der Zähne sowie verlängerte Zahnhälse.

Als mögliche Ursachen gelten

  • Plaque (starker Zahnbelag)
  • fremde Bakterien
  • Diabetes
  • Stress
  • übermäßiger Tabakkonsum
  • Vererbungen und chronische Krankheiten

Schafft es das körpereigene Immunsystem nicht, die auf der Zahnoberfläche haftenden Erreger zu bekämpfen, so kann sich eine Zahnfleischentzündung bilden. Hierbei schwillt das Zahnfleisch oftmals an – beim Zähneputzen blutet man.

Schreitet die bakterielle Entzündung weiter voran, so kann sie auf das Zahnbett übergreifen – es entwickelt sich Parodontose. Hierdurch geht das Zahnfleisch zurück und löst sich vom Zahn – Zahntaschen entstehen. Diese bieten einen idealen Lebensraum für die Bakterien. Die Folge ist eine Vermehrung. Durch die Ausbreitung dringen sie weiter ins umliegende Gewebe bis zur Zahnwurzel und dem Zahnhalteapparat ein. Zahnstützende Strukturen werden angegriffen. Mit fortschreitender Erkrankung verlieren diese ihre haltgebende Aufgabe – es entsteht Knochenschwund im Zahnbett. Der Zahn lockert sich und kann ausfallen.

Was kann man gegen Parodontitis tun?

Mit einer bewährten und schonenden Parodontitisbehandlung, wie Sie sie in der Zahnarztpraxis Nadjar in Fürth in Anspruch nehmen können, haben Sie überaus gute Chancen, ein neues „Mundgefühl“ zu erhalten und gänzlich ohne Symptome leben zu können. Ein gesunder Biss bringt erstaunlich viel Lebensqualität mit sich! Eine Qualität, die Sie nicht mehr missen wollen! Deshalb: Sprechen Sie uns bei ersten Anzeichen auf Parodontitis unbedingt auf unsere systematische, professionelle Parodontalbehandlung an.

Was erhöht das Parodontitis-Risiko?

Das Parodontitis-Risiko wird von vielen unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Meist ist nicht eine einzelne Ursache vorhanden, sondern eine Kombination aus unterschiedlichen Gründen. Eine zentrale Rolle spiel das Immunsystem. Allerdings gibt es Risikofaktoren, wie zum Beispiel:

  • erbliche Veranlagung
  • Diabetes
  • Rauchen
  • Schwangerschaft
  • Erkrankungen des Immunsystems
  • Psychischer Stress
  • bestimmte Medikamente

Wie kann ich merken, dass ich an einer paradontale Erkrankung leide?

In vielen Fällen verläuft der Anfang der Erkrankung eher schleichend. Betroffene merken nichts. Allerdings gibt es einige Punkte, an welchen man sich orientieren kann. Wenn von den folgenden Punkten ein- oder mehrere Symptome zutreffen, so sollte Sie Ihren Zahnarzt ansprechen und klären lassen, ob eine parodontale Erkrankung vorliegt:

  • Zahnfleischbluten
  • Geschwollenes Zahnfleisch
  • Schlechter Atem
  • Zahnfleischrückgang

Lassen Sie lieber einmal mehr prüfen, ob Sie betroffen sind. Je früher eine Behandlung beginnt, desto besser ist es.

Phasen der Parodontalbehandlung bei Ihrem Zahnarzt in Fürth

Die jeweiligen Schritte, die in jeder Phase erfolgen, sind grundsätzlich gleich. Wir achten jedoch darauf, nicht nach Standard F vorzugehen, sondern versuchen, eine möglichst individuelle Behandlung durchzuführen. Auf diese Weise können wir Ihre persönlichen Ansprüche erfüllen und zudem das beste Behandlungsergebnis erreichen. Unsere Behandlung von Parodontitis ist in drei Phasen zu unterteilen.
Professionelle-Zahnreinigung

1. Initial- und Hygienephase​

In dieser Phase geht es darum, den akuten Prozess der Entzündung in Ihrem Körper zu stoppen. Wir nutzen hierfür zwei Vorbehandlungen, die einer professionellen Zahnreinigung (PZR) gleichen. Sollte die Entzündung besonders stark ausfallen, setzen wir selbstverständlich mehr Behandlungen dieser Art an.

Eigentliche-Parodontitistherapie

Phase 2: Eigentliche Parodontitistherapie

Während einer lokalen Betäubung werden in Ihrem Mund sämtliche, für den Krankheitsprozess hauptsächlich verantwortliche, Bakterien effizient und nachhaltig beseitigt. Wir verwenden hierfür modernste Hand-, Schall- sowie Ultraschallinstrumente und können somit eine Tiefenreinigung erwirken. In besonders schwerwiegenden Fällen ist der Einsatz eines Antibiotikums als Unterstützung sinnvoll.

Abschluss-der-Parodontitistherapie

Phase 3: Nachsorge und Erhaltungstherapie

Nach ein paar Tagen nach Abschluss der Parodontitistherapie kontrollieren unsere Fachkräfte die Zahnfleischtaschen. Um einen anhaltenden Erfolg Ihrer Behandlung zu sichern, raten wir (ebenso wie führende Dentalmediziner) zu einer professionellen Zahnreinigung in Abständen von einem Quartal.

Wie kann ich als Patient vorbeugen?

Wer einige wichtige Regeln für gute Mundhygiene beachtet, kann effektiv Parodontose vorbeugen. Achten Sie insbesondere auf folgende Punkte:

  • Entfernung der Speisereste durch regelmäßiges Zähneputzen – hierdurch wird Säurebildung
  • Mindestens zweimal täglich putzen, jedoch nach den Mahlzeiten eine halbe Stunde warten, da sonst der Zahnschmelz geschädigt werden kann
  • Nutzen Sie Zahnseide und Interdentalbürstchen, um Zahnbeleg gründlich zu entfernen.
  • Richtige Putztechnik anwenden (ohne Druck mit kreisenden Bewegungen vom Zahnfleisch weg und zum Zahn hin)
  • Entfernen Sie mit einem Zungenschaber regelmäßig bakterielle Beläge auf der Zunge
  • Für Raucher: Sie haben das fünf- bis sechsfach erhöhte Risiko, an Parodontose zu erkranken.

Welche Erkrankungen können die Bildung von Paradontose fördern?

Es gibt Erkrankungen, welche die Bildung einer Parodontose begünstigen: Zum Beispiel kann Abbau des Kieferknochens in Verbindung mit Osteoperose ein Auslöser einer Zahnfleischentzündung sein. Der Grund hierfür ist eine geschwächte Immunabwehr. Dies kann auch durch Diabetes mellitus vorhanden sein. Die Zuckerkrankheit schränkt die Durchblutung des Gewebes ein. Hierdurch können sich Parodontitis-Bakterien leichter einnisten.

Welche Folgen können durch eine unbehandelte Parodontitis entstehen?

Eine unbehandelte Parodontitis schwächt das Immunsystem dauerhaft. Bakterien gelangen leichter in die Blutbahn und sind Auslöser für weitere Erkrankungen (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen). Bei betroffenen Patienten steigt das Risiko für Folgeerkrankungen wie zum Beispiel Herzinfarkt und Schlaganfall steigt nachweislich. Auch Gelenkprobleme können die Folge einer unbehandelten Parodontitis sein. Gerade bei Typ-2-Diabetes entstehen Probleme, da Parodontitis die medikamentöse Einstellung erschwert.

Termin für Parodontitis Behandlung vereinbaren

Ihre Zähne fühlen sich locker an? Sie haben ungewöhnliche Schmerzen oder bemerken eine Abnahme des Zahnfleisches? Zögern Sie nicht und nehmen Sie zügig Kontakt mit uns auf! Wir bemühen uns um eine schnelle Terminvergabe und beraten Sie in sämtlichen Fragen zum Thema Parodontitis. Dies gelingt am Telefon allerdings nur bedingt: Rufen Sie uns an, schreiben Sie uns eine Mail oder nutzen Sie unser Kontaktformular, um sich Ihren Wunschtermin zu sichern.